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Aufgabengebiete der Ortsgemeinde Montlingen

Die Ortsgemeinde Oberriet nimmt eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben für die gesamte Bevölkerung wahr. Zu ihren Verantwortlichkeiten gehört die Verwaltung der Alpen, der Waldstücke, des Rebbergs sowie das Restaurant Kreuz und das Bergrestaurant Montlinger Schwamm. Als bekannte Sehenswürdigkeiten befinden sich die Kristallhöhle Kobelwald (100%) und die Höhlenburg Wichenstein (ca. 50%) im Besitz der Ortsgemeinde. Mit einem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl sorgt die Ortsgemeinde für den Erhalt und die Pflege dieser wertvollen Naturräume.

Darüber hinaus engagiert sich die Ortsgemeinde in der Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum. In den Mehrfamilienhäusern «Agersten», «Kindergarten», «Kreuz» und «Wattenau» stellt sie preisgünstige Wohnungen zur Verfügung und trägt so aktiv zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Lebensqualität in der Region bei. Eine weitere wichtige Aufgabe der Ortsgemeinde Montlingen ist die Abgabe von Bauparzellen zu günstigen Baurechtszinsen.

Die Ortsgemeinde Montlingen setzt sich mit Verantwortung und Weitsicht für die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde ein, um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu sichern.

Alpen

Die Teilung der Alpen erfolgte im Jahre 1669. Auf dem Kirchplatz in Montlingen entschied das Los über die Zuteilung der Alpen. Das Los ergab: die Schwammalpen gehen an Kriessern, Diepoldsau, Eichenwies und Montlingen, der obere Strüssler an die Holzrhode und der untere Strüssler an Oberriet. Diese Alpen wurden in sechs gleich grosse Teile vermessen. Das Holz in diesen Gebieten durfte für den Alpbetrieb ebenfalls genutzt werden. Bis zur Einführung des Forstgesetzes im Jahre 1902 wurde in diesen Alpen auch der angrenzende Wald als Weideland genutzt. Erst 1792 wurde der Kienberg aufgeteilt und im Jahre 1873 konnte die Ortsgemeinde Oberriet die Neualp auf einer öffentlichen Versteigerung käuflich erwerben. Die Besitzesverhältnisse sind bis heute gleich geblieben, so dass der Ortsgemeinde Oberriet die Neualp, der Oberrieter Kienberg und eben der untere Strüssler gehört.

1135

hm

Montlinger Schwamm

830

hm

Alp Montlinger Kienberg

1682

durch einen Jäger entdeckt

Kristallhöhle

1270

erste urkundliche Erwähnung

Höhlenburg Wichenstein

Montlinger Schwamm

Beliebtes Naherholungsgebiet

Der Montlinger Schwamm ist eine der bekanntesten Alpen der Region – dies ist auf das gleichnamige Bergrestaurant zurückzuführen. Beide Gebäude, die Alp und das Bergrestaurant sind in den Jahren 2000 und 2001 um- und ausgebaut worden. Beide Gebäude sind wahre Schmuckstücke und darum auch lohnenswerte Ausflugsziele. Von hier aus kann eine fantastische Aussicht ins St. Galler Rheintal genossen werden. Das Bergrestaurant liegt ca. 1’135m über Meer.
Anno 1669 wurden die Alpweiden in der Pfarrkirche von Montlingen an die Rhoden Diepoldsau, Kriessern, Montlingen, Eichenwies, Oberriet und Holzrhode verlost. Der Montlinger Schwamm gehört seit der Hofteilung von 1793 der Ortsgemeinde Montlingen und wird von dieser auch verwaltet und gepflegt. Die Alp weist eine Fläche von total 194’527 m2 auf – aufgeteilt in 131’077 m2 Alpwiesen und 63’450 m2 Wald, wobei der Wald in den letzten Jahren nur noch für Brennholz genutzt wurde.
Der Montlinger Schwamm wird seit einigen Jahren in der Regel mit 35 bis 40 Rindern, hauptsächlich von Montlinger Landwirten, bestossen. Aufgefahren wird anfangs Juni – nach rund 100 Alptagen, wird dann etwa Mitte September wieder abgefahren. Betreut werden die Tiere seit dem Alpsommer 2016 durch Hirt Jakob Steinmann aus Niederurnen. Während dieser Zeit logiert er in der 2001 ausgebauten Hirtenwohnung im Alpgebäude.
Bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde auf dem Montlinger Schwamm «gekäst und gebuttert». Als letzter Käser wirkte der Montlinger Johann Loher (der Grossvater des heutigen Alpmeisters Renato Loher).
Im 1966 pachtete «Schwamm Marie» das neueröffnete Bergrestaurant, ihr Ehemann Edwin Wüst übernahm die Stelle als Hirt. Als er nach ein paar Jahren verstarb, erfüllten während einiger Zeit «Schwamm Marie», ihr Sohn Josef und gelegentlich auch die Serviertöchter die Alphirtenpflichten.
Damit die Alp auch der Nachwelt in gutem Zustand erhalten bleibt, muss sie gepflegt und unterhalten werden. Aus diesem Grund führt die Ortsgemeinde Montlingen jedes Jahr auf dem Schwamm das sog. «Gmoawäarch» durch. Um die 40 Personen nehmen jeweils daran teil und führen Unterhaltsarbeiten gemäss den Ausführungen des Alpmeisters aus.
In den Ortsgemeindeprotokollen kann nachgelesen werden, dass im Winter 1906/07 eine schwere Schneelast den Dachstuhl der Alphütte zusammendrückte. Im Weiteren wird festgehalten, dass im Winter 1949/50 sehr grosse Schäden auf der Alp durch Wildschweine angerichtet wurden.

Im Kriegsfalle dispensiert

Im Mai 1942 teilte das Amt für Kriegswirtschaft aus St. Gallen der Ortsgemeinde Montlingen mit, dass jene Nutzniesser der Alp, welche eine Kuh in Sömmerung haben, pro Kopf der Familie lediglich ein Kilo Butter und drei Kilo Käse für den Eigenbedarf behalten durften. In diesem Jahr musste Jeder, der seinen Butter auf der Alp abholte, dem Hirten ein halbes Kilo Mehl abgeben.
Johann Loher war als Alphirt vom 20. Mai bis 15. September im Kriegsfalle vom Dienst dispensiert, damit er seinen Arbeiten auf der Alp nachkommen konnte – dies auf Anweisung des Oberkriegskommisariat Bern.
Nach dem 2. Weltkrieg ging der Hirt jeweils einmal pro Woche in den «Felsenhügel» in Kobelwald einkaufen. Ein «Vierpfünder Brot» musste ihm damals eine ganze Woche reichen.

Bikerroute – Wanderparadies

Der Montlinger Schwamm ist heute auch Ausgangspunkt zu Wanderungen im Alpstein – man kann über den Unter- und Oberkamor zum Hohen Kasten, oder über die «Risi» zum Sämtisersee und weiter zur Alp Sämtis (diese im Appenzellerland gelegene Alp gehört dem Allgemeinen Hof Oberriet) wandern. Heute ist der Montlinger Schwamm auch ein Naherholungsgebiet, welches immer mehr geschätzt wird. Nebenbei führt über die Waldstrasse eine offizielle Bikerroute, welche zwischen Frühjahr und Spätherbst von unzähligen «Velofahrerinnen und Velofahrern» be- und genutzt wird.
Ziel der Ortsgemeinde Montlingen ist es nach wie vor, den Alpbetrieb auch zukünftig zu nutzen und zu erhalten. Die dafür bereitgestellte Infrastruktur (ausgebaute Räumlichkeiten mit Trinkwasser- und Stromanschluss sowie der Entsorgung des Abwassers zur Kläranlage Oberriet) für das Alppersonal ist seit Anfang der 2000er Jahre vorhanden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die motorisierte Zufahrt über die in den Jahren 1964/65 neu erstellte Brücke über das Schwammtobel. Zudem hat der Montlinger Schwamm genügend frisches Wasser für das Alpvieh, sei dies aus dem Schwammbach, oder aus eigenen Quellen.

Montlinger Kienberg

Intensive Anstrengungen lohnten sich

Die Alp Montlinger Kienberg grenzt an die Alpen Oberrieter Strüssler und Holzrhoder Kienberg. Die Alphütte liegt ca. 830m über Meer.
Eine Sennhütte, zwei Kuhställe und ein Schweinestall gehören zur Alp Montlinger Kienberg. Die Hütte und die Ställe befinden sich in einem sehr guten Zustand, das Weideland ist gepflegt und zeugt von Qualität – das zeigt, dass sich die intensiven Anstrengungen (mit vielen investierten Arbeitsstunden) in den vergangenen Jahrzehnten gelohnt haben.
Die Alp weist eine Fläche von total 237’484 m2 auf – aufgeteilt in 157’649 m2 Alpwiesen und 79’835 m2 Wald, wobei der Wald in den letzten Jahren nur noch für Brennholz genutzt wurde.
Seit Jahren werden (so gegen den 20. Mai) ca. 50 bis 55 Stück Rinder aufgefahren – in der Regel sind dies ein- bis dreijährige Tiere. Das Vieh auf dem «Muntlagar Käbig» stammt grösstenteils von Bauern aus Montlingen. Die Betreuung findet heute vom Tale aus statt. Die Hirtenstelle teilen sich die Gebrüder Hanspeter und Guido Benz («Studabeats»), wobei Guido als Alpmeister des Ortsverwaltungsrates Montlingen für die Alp zuständig ist. Hanspeter wurde von der Ortsgemeinde im 1997 angestellt, sein Bruder Guido wurde 1989 als Alpmeister gewählt. Beide setzen sich mit grossem Idealismus sowie mit «Leib und Seele» für den Montlinger Kienberg ein.

Keine Käseherstellung mehr

Noch bis vor wenigen Jahren war es eine Spezialität der Verantwortlichen dieser Alp, dass ca. Mitte September die gut genährten Rinder noch in traditioneller Manier ins Tal zurückkehrten. D.h. die Leittiere wurden geschmückt und dann ging es zu Fuss nach Montlingen, wo die Tiere dann den Bauern wieder zurückgegeben wurden. Am Abend der Alpabfahrt trafen sich alle Helferinnen und Helfer zu einem gemütlichen Höck bei Speis und Trank.
Die Alp existiert schon seit urdenklichen Zeiten – bei der Aufteilung des Reichshofes Kriessern im Jahre 1793 bekam die Ortsgemeinde Montlingen diese Alp. 1958 hatten die Verantwortlichen erstmals Probleme, den Montlinger Kienberg mit Kühen zu bestossen. Als Ersatz dienten dann Rinder und Galtlinge. Bereits in den nachfolgenden Jahren hatte es dann wieder genug Kühe und es wurde weiterhin gekäst. Dann, ab ca. Ende 1967 wird auf der Alp Montlinger Kienberg kein Alpkäse mehr hergestellt. Der letzte Hirt, welcher noch Alpkäse herstellte, war Alfons Zäch aus Freienbach.
Die verschiedenen Gerätschaften, wie das kupferne Käsekessi, das riesige Butterfass, oder die «Harfe» und weitere Utensilien sind erhalten geblieben, in der Alphütte aufgestellt und legen Zeugnis dieses uralten Handwerks ab.
Am 22. Februar 1914 wurde die Alphütte durch einen Sturm zerstört. Josef Haltinner (Zimmermann aus Kobelwald) baute anschliessend eine neue Alphütte zum Preise von CHF 3’100. Dies geht aus den im Ortgemeindearchiv aufbewahrten Akten hervor. Diesen kann im Weiteren entnommen werden, dass 1901 ein neuer Kessiofen erstellt worden ist, welcher dann bei der Sanierung der Alphütte im 1997 entfernt wurde, weil sein Zustand nicht mehr reparierbar war. Oder, dass im 1946 «der Käse sauer ist».

Viel Idealismus gepaart mit grossen Anstrengungen

In den Jahren 1996/97 ist die Alphütte mit beachtlichen Kosten und sehr vielen Arbeitsstunden Totalsaniert worden. Einzig das Gebälk sowie das Mauerwerk wurde belassen.
In der Regel findet jedes Jahr das sog. «Gmoawäarch» statt. 30 bis 35 Personen nehmen daran teil und führen unter der Leitung des Alpmeisters diverse Arbeiten an den Gebäuden sowie bei den Alpwiesen und im Wald durch. Dies als Frondienst, verpflegt werden diese Freiwilligen durch die Ortsgemeinde. Auch das Jahr durch kann Alpmeister Guido Benz und Hirt Hanspeter Benz auf einen Trupp «treuer Seelen» zurückgreifen, um diverse Arbeiten «auf dem Käbig» zu erledigen. Seit 1976 wird die Alp während den Alptagen vom Tal aus betreut.
Trinkwasser ist auf dem Montlinger Kienberg noch nie ein Problem gewesen. Die Alp hat das «Wasserrecht» von der Quelle, welche einst den drei Alpen Oberrieter-, Montlinger- und Holzrhoder-Kienberg gehörte. Das sog. «Überwasser» konnte die Wasserversorgung der Politischen Gemeinde Oberriet nutzen. Beim Ausbau der Bergwasserversorgung (durch die Politische Gemeinde Oberriet) in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts haben die Ortsgemeinden Holzrhode Kobelwald, Oberriet und Montlingen grosse Anstrengungen unternommen, damit das Trinkwasser nicht nur für den Weiler Stein, sondern auch für die drei Alpen gesichert ist. Die Ortsgemeinde Montlingen hat an die Wasserversorgung, welche für die Alp seit 1964 besteht, CHF 6’000 als ihren Anteil an die Politische Gemeinde Oberriet bezahlt. Seit ca. 15 Jahren befindet sich nahezu die gesamte Alp in der Gewässerschutzzone.
Seit einigen Jahren sorgen eine Photovoltaikanlage und Solarzellen für genügend Licht in der Alphütte und für Warmwasser in der Nasszelle, welche in den einstigen Schweinestall eingebaut worden ist.

Wald

Die Ortsgemeinde Montlingen ist im Besitz von rund 100 ha Wald. Die grossen Sturmschäden der Jahre 1982 und 1987 prägen seither die Waldbewirtschaftung, welche in einem Betriebsplan (rechtsgültig seit dem 1. Januar 2015) festgehalten ist. Vorgaben der Betriebsplanung sind die nachhaltige Erfüllung der Waldfunktionen im Sinne der Waldgesetzgebung und der Waldentwicklungsplanung. Darin enthalten sind öffentlich-rechtliche Vertragsvereinbarungen und vom Waldeigentümer entsprechend definierte Bewirtschaftungsgrundsätze. Anhand des aktuellen Waldzustandes legt der Betriebsplan den Handlungsbedarf zur nachhaltigen Förderung der Waldfunktionen sowie der Waldnutzung fest.

Seit dem 1. Januar 2007 werden die Waldungen mittels eines Waldbewirtschaftungsvertrages durch den Allgemeinen Hof Oberriet bewirtschaftet. Ab dem 1. Januar 2014 ersetzt ein Waldpachtvertrag den Waldbewirtschaftungsvertrag. Der Allgemeine Hof als Kopfbetrieb, mit einer Forstgruppe und der dazugehörenden Infrastruktur, verpflichtet sich darin für eine ausgewogene Bewirtschaftung und Pflege der Waldungen und den Unterhalt der Waldinfrastruktur.

Ab 01.01.2025 ist der Forstbetrieb vom Allgemeinen Hof Oberriet in die Forst AG Oberes Rheintal integriert. Diese Organisation wird auch die Waldungen der Ortsgemeinde Montlingen weiterhin mittels einem Waldbewirtschaftungsvertrag pflegen und unterhalten.

Mehrfamilienhäuser

Die Ortsgemeinde Montlingen besitzt Bauparzellen, die zu günstigen Baurechtszinsen abgegeben werden.
Ausserdem stellt die Ortsgemeinde Montlingen günstigen Wohnraum zur Verfügung. 

Im Moment sind alle Wohnungen besetzt.

Informationen erteilt:

Melanie Lüchinger
Platzweg 6
CH-9462 Montlingen
+41 79 388 26 77
menaliech(AT)hotmail.com

Liegenschaft Kreuz, Dorfstrasse 5

Die Liegenschaft Kreuz an der Dorfstrasse 5 ist ein charmantes Gebäude mit historischem Charakter, das zentral im Dorf gelegen ist. Sie zeichnet sich durch ihre einladende Architektur und eine vielseitige Nutzungsmöglichkeit aus, die sowohl Wohn- als auch Geschäftszwecken dient.

MFH Wattenau, Zapfenbachstrasse 6

Das Mehrfamilienhaus (MFH) Wattenau an der Zapfenbachstrasse 6 ist ein modernes Wohngebäude in ruhiger Lage, umgeben von einer naturnahen Umgebung. Es bietet großzügige Wohneinheiten mit durchdachtem Grundriss, ideal für Familien und Paare.

MFH Agersten, Zapfenbachstrasse 12

Das Mehrfamilienhaus (MFH) Agersten an der Zapfenbachstrasse 12 überzeugt durch seine zeitgemäße Architektur und hochwertige Bauweise. Mit lichtdurchfluteten Wohnungen und einer attraktiven Lage bietet es ein komfortables Zuhause für unterschiedlichste Wohnbedürfnisse.

Liegenschaft Kindergarten, Kindergartenstrasse 18

Die Liegenschaft Kindergarten an der Kindergartenstrasse 18 ist ein freundliches und funktionales Gebäude, das speziell für die Bedürfnisse von Kindern gestaltet wurde. Sie liegt in einer familienfreundlichen Umgebung und bietet großzügige Räume für Bildung, Spiel und Entwicklung.